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Warum der Blitzer eine Gefahrenstelle ist

Bei ihrem Kulturprogramm informieren sich die Fahrer der deutschen Bischöfe unter anderem über Grenzen und Möglichkeiten der Navigationstechnik – Viel Lob für fränkische Gastfreundschaft

Würzburg (POW) Mit den Möglichkeiten und Grenzen moderner Navigationstechnik haben sich am Mittwochnachmittag, 13. Februar, die Fahrer der deutschen Bischöfe im Sankt Burkardushaus auseinandergesetzt. Auf Einladung von Otto Baumann, Fahrer von Würzburgs Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, sprach André Klug vom Würzburger Navigationsgerätehersteller Navigon zu rund 25 Chauffeuren aus ganz Deutschland. Die Veranstaltung am Rande der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Himmelspforten war Teil eines von Baumann geplanten Kulturprogramms, das die Männer unter anderem zur Gebietswinzergenossenschaft nach Repperndorf, in das Eisinger Sankt Josefsstift und in den Kiliansdom führte.

Das Eis in Sachen Navigationstechnik war innerhalb von Sekunden gebrochen. „Sie sind also zu 100 Prozent Mitglieder der Zielgruppe“, erklärte Klug, der im Auftrag von Navigon Einzelhandelsverkäufer auf den Produkten der Firma schult. Alle Chauffeure hatten sich auf seine Frage gemeldet, wer denn schon mit einem solchen Gerät seine Fahrtroute finde. Klug versicherte, dass er keine Werbeveranstaltung halten werde – und hielt Wort. Er verzichtete auf ein starres Konzept und stand in lockerer und offener Weise anderthalb Stunden Rede und Antwort.

So erfuhren die Bischofsfahrer unter anderem, dass je nach Kartenmaterial die meisten Navigationsgeräte stationäre Blitzer zum Beispiel in Schilderbrücken auf der Autobahn meldeten. „Weil in Deutschland solche Anlagen nur an Gefahrenstellen angebracht werden, warnen unsere Geräte vor einer Gefahrenstelle und nicht vor einem Blitzer.“

Kluge erläuterte auch, warum die Stauumfahrung, über Radiofrequenz angesteuert vom so genannten Traffic Message Channel (TMC), nicht immer zuverlässig funktioniere. „Die Meldungen kommen oft sehr verspätet an, weil die Polizisten, die zu einem Unfall kommen, oft Wichtigeres zu tun haben als zuerst die Verkehrsbehinderung an die Radiostationen zu melden.“ Besser sei das gebührenpflichtige Zusatzsystem TMC Pro, das seine Daten mit Kontaktschleifen in der Fahrbahn und ähnlichen Geräten selbst aktiv erfasse.

Fehler in den Kartendaten wie nicht vermerkte Einbahnstraßenregelungen brauchten oft lange, bis sie ausgemerzt werden, monierten die Fahrer. Kluge verwies darauf, dass fast alle Navi-Hersteller ihre Kartendaten bei Navitec bezögen und diese Firma auf ihrer Homepage dazu einlade, solche Erkenntnisse zu melden: „Wenn Ihnen so etwas passiert ist, ärgern Sie sich vielleicht, aber die wenigsten melden den Fehler tatsächlich auch weiter.“ Das führe zu entsprechenden Verzögerungen. Nach insgesamt anderthalb kurzweiligen Stunden entließen die Fahrer Klug mit viel Applaus.

Nicht nur vom Vortrag war Martin Hoffmeier, Fahrer von Erfurts Bischof Dr. Joachim Wanke, angetan: Ein "großes Kompliment an alle Würzburger“ verteilte der Thüringer. Er fühle sich durchweg äußerst gastfreundlich aufgenommen. „Die Unterbringung in Kloster Oberzell und die in ausreichender Zahl vorhandenen Parkplätze waren eine nicht unbedingt alltägliche Annehmlichkeit.“ Vor allem dem Technikprogramm zollte Martin Vechtelkötter seine Anerkennung, der Essens Bischof Dr. Felix Genn fährt: „Die technischen Sachen rund um das Thema Auto sind für uns doch am spannendsten.“

(0708/0236; E-Mail voraus)

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